Moderne Betriebsführung

  • Die Simulation rund um Tom Bauer und seinem Team ist einfach fabelhaft und macht mir seit Jahren viel Spaß. Es gibt immer mal wieder neue Funktionen und wunderbare Helferlein, Stichwort Leibit-und Bildfahrplan :winken: . Auch ich bewege mich beruflich im Eisenbahnwesen (wenn auch nicht als FDL) und die Simulation ist dort bekannt.


    Den häufigsten Kritikpunkt, den ich jedoch höre und selber teile sind die alten Fahrpläne und damit einhergehend eine nicht aktuelle Betriebsführung. Ich weiß, es wurde hier schon vielfach diskutiert, warum man an den bisherigen Fahrplanjahren 1999 und 2003 festhält. Auch die Option selbst Fahrpläne zu erstellen ist bekannt, sogleich diese Lösung einfach nicht praxistauglich ist. Die meisten Fahrpläne sind, oder nähern sich einem Alter von einem Vierteljahrhundert und wenn man sich die Betriebsstellen FFS, NGM, NAH etc. ansieht, so hat sich doch einiges getan.


    Man mag es nicht glauben, aber auch die Infrastruktur ändert sich hier und da, so sieht die abgebildete Gleisanlage vom ESTW Köln Mülheim heute deutlich anders aus. Der Reiz der Simulation ist für viele ein „realitätsnaher Betrieb“, quasi die echte Eisenbahn am Bildschirm🤭 , da ESTW simuliert werden und keine Relaisstellwerke wünschen sich wahrscheinlich auch die meisten eine moderne Betriebsführung… ich verlange kein Fahrplanjahr 2024 und die Implementierung jeder neuen Fahrstraße ( Stichwort NAH ab 2023), aber ein großer Wunsch wäre einfach ein bisschen näher an die Gegenwart zu rücken…ich weiß nicht wieviele Nutzer jedes Stellwerk mit der Streckenverbindung kompatibel haben müssen, aber auch hier denke ich, dass es durchaus verkraftbar wäre, wenn zukünftige Stellwerke eine andere Fahrplanperiode hätten…zuletzt möchte ich noch anfügen, dass dies einfach eine Kritik/Wunsch eines begeisterten jahrelangen Kunden ist und keinesfalls abwertend wirken soll.

  • Bernie

    Approved the thread.
  • Hallo zusammen,


    alles richtig. Aber wenn ich es richtig in Erinnerung habe, gab es in früherer Zeit mehr Abwechselung im Fahrplan. Mit Einführung von Taktfahrplänen ist der Zugbetrieb vermutlich fahrgastfreundlicher, besitzt aber bei den Simulationen im "Hobbybereich" die Gefahr, dass es langweilig werden kann. Meiner Meinung nach wäre es super, wenn man in den Simu-Einstellungen das Fahrplanjahr bspw. zwischen 1999 und 202x auswählen könnte. Mir ist klar, dass das nicht einfach wird und soll nur eine Idee zur fortgeschrittenen Zeit darstellen.


    Grüsse vom B4

  • Moin,


    auja... Fahrplan 2024 Lübeck <-> Puttgarden 8).


    Ich habe hier noch einen dicken DB-Wälzer Fahrplan Winter 1971/72. Da war noch nichts mit Takt, dafür viele Kurswagen.


    Gruß

    Stefan

  • ...

    auja... Fahrplan 2024 Lübeck <-> Puttgarden 8).


    Ich habe hier noch einen dicken DB-Wälzer Fahrplan Winter 1971/72. Da war noch nichts mit Takt, dafür viele Kurswagen.

    ...


    Zuviel Stress, beim Streckenabbau!


    Ich habe noch ein altes Reichs-Kursbuch von 1914.

    Da sah die Vogelfluglinie noch etwas anders aus. War aber immer unter Dampf. ;)


    Dampfende Grüße, Thomas

  • Grundsätzlich habt ihr Recht, es kommt natürlich immer auf die Strecke an. Abseits von den Hauptbahnen sind die zahlreichen Anschlussstellen wieder der Natur übergeben worden. Auf Hauptbahnen sieht es aber heute deutlich anders aus als 2003 mit deutlich dichteren Zugfolgen, spurstarken Triebwagen und jede Menge private EVUs. Vielerorts wurde GWB zumindest Abschnittsweise eingeführt oder 100er Weichen eingebaut.


    Moderne Betriebsführung heißt ja nicht nur einen modernen Fahrplan, sondern die dazugehörigen Betriebsabläufe. Heute kann ich z.B einen Twinny 445 problemlos über eine 60er Weiche ins Gegengleis schicken und auf der übernächsten Betriebsstelle ist er wieder im Regelgleis, weil es die hohe Traktion hergibt ohne den zu überholenden GZ „ rausnehmen“ zu müssen. Mit 110 und 5n Wagen würde das so nicht klappen ;)


    Köln Mülheim ist ein weiteres Beispiel, da ist heute deutlich mehr los, zudem ist die Strecke 2660 Deutz tief zweigleisig, ich glaube im Jahr 2008 ertüchtigt worden. Ein dichter Taktfahrplan bedeutet auch im Verspätungs- und Störungsfall hohe Dispositionskünste, wenn man S, Gz,Gz,Gz, ICE,Re dann plötzlich im Blockabstand stehen hat. Was mache ich mit den 3x 700m GZ, wo haben die Platz? Triebwagen dann in der kurzen Wendezeit am Bahnhof zu stärken oder schwächen, z.B in NWH bei laufenden Betrieb, ist auch eine herausfordernde Aufgabe.


    Ich hoffe ich konnte aufzeigen, was ich den meine. Ich weiß gar nicht, ob die einzelnen Baureihen und Zuggattungen überhaupt ein eigenes Beschleunigungs/Bremsprofil in der Simulation aufweisen und wo hier die Grenzen der Umsetzung liegen….


    Grüße,

    Stefan

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